duoblog von barbara und ulrich

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Rund um's Schwitzen

Immer wieder HalloPosted by Uli Tue, May 07, 2013 22:32:10
Allmählich spricht es sich herum. Das vergangene Jahrzehnt brachte in der globalen Wetterstatistik - trotz zahlreicher Extreme wie Überschwemmungen in Australien und Dürre auf der Nordinsel von Neuseeland (ist gerade zuende gegangen) - keine Argumente für eine Verschärfung der Warnungen, dass der Klimawandel unsere Erde bedroht.

Den Alarmismus mußte heute auch der Deutsche Wetterdienst/DWD diplomatisch verpackt etwas zurücknehmen.

„Die Erdmitteltemperatur stagniert seit etwa 15 Jahren auf hohem Niveau. Trotzdem müssen wir die Geschichte des Klimawandels deshalb nicht neu schreiben.“ Das betonte Dr. Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), auf der jährlichen Klima-Pressekonferenz der Bundesbehörde in Berlin. Zwar brachten auch die Jahre 2011 und 2012 weltweit keine neuen Temperaturrekorde - gehörten aber mit einem Plus der Jahresmitteltemperatur von knapp 0,5 Grad im Vergleich
zur Referenzperiode 1961-1990 trotzdem zu den zwölf wärmsten Jahren seit 1880". Soweit der Pressetext.

Dazu paßt aussagefähig ein Diagramm aus dem Archiv des DWD. Es ist farblich prägnant. Ein blauer Punkt für den tiefsten Mittelwert im Kriegsjahr 1940 (6,6 Grad C) und ein roter Punkt für den Höchstwert im Milleniumsjahr 2000 (9,9 Grad C) markieren die Spanne der Schwankungen. Zum Vergleich: 2012 war der Mittelwert 9,1 Grad.

In seiner Presseverlautbarung berichtet der DWD-Vize über eine neue Entdeckung und einen neuen Service des Amtes:

"Die Klimaforscher haben für den Oberrheingraben ermittelt, dass dort heute in einem durchschnittlichen Jahr von Mai bis September knapp 15 Prozent der mittleren nächtlichen Innenraumtemperaturen über 25°C liegen. Mitte des Jahrhunderts werden es schon 35 Prozent sein. Der DWD hat deshalb sein Hitzewarnsystem um die Vorhersage der nächtlichen Innenraumtemperaturen erweitert".

Puuuh, kann ich da nur schmunzelnd sagen. Bis Mitte des Jahrhunderts wird's in den Kölner und Mainzer Schlafzimmern immer tropischer!! Welch kühne Langzeitprognose.

Gegen diese Art von Prognostik wendet sich seit 2007 eine private Institution mit Sitz in Jena:

"EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.) ist ein Zusammenschluss einer wachsenden Zahl von Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Publizisten und Politikern, die die Behauptung eines „menschengemachten Klimawandels“ als naturwissenschaftlich nicht begründbar und daher als Schwindel gegenüber der Bevölkerung ansehen. EIKE lehnt folglich jegliche „Klimapolitik“ als einen Vorwand ab, Wirtschaft und Bevölkerung zu bevormunden und das Volk durch Abgaben zu belasten".

Jüngster Beitrag auf der Webseite des Instituts ist ein mathematisch anspruchsvoller Text (Autor: Horst Joachim Lüdecke) über die Auswertung von ca. 2500 Langzeit-Temperaturreihen.

"Hierbei zeigte sich, dass für die Erwärmung des 20. Jahrhunderts ein externer Einfluss zwar nicht ausgeschlossen werden kann, er allerdings dramatisch schwächer ist als die vom IPCC (= 'Weltklimarat') eingeschätzte Wirkung des anthropogenen (menschengemachten) CO2. Woher der nicht auszuschließende äußere Einfluss stammt, kann nicht mit der Methode entschieden werden. Es kommen auch andere Ursachen als das Treibhausgas CO2 in Frage, zum Beispiel ein ungewöhnliches Verhalten der Sonne".

Wie wird der Sommer 2013? Mit dieser Frage breche ich mal die kleine Serie meiner Wetter- und Klimainfos im Duoblog ab. Oder anders gesprochen: Ich schwitze dann dann mal ab... Und Barbara schwitzt gern.