duoblog von barbara und ulrich

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Gerüche und Müll

Immer wieder HalloPosted by Barbara Schwartz Tue, January 24, 2012 20:55:14
Und überhaupt hat Ulrich natürlich Recht, wenn er bemerkt, dass es auf den Märkten stinkt, der Unrat auf dem Boden liegt und jeder darauf herumtrampelt. Aber andererseits stehen dazu im Gegensatz die liebevoll präsentierten Waren: Apfelsinen sorgfältig aufgetürmt, Betelblätter in Spiralen gelegt. Weshalb also der unrat, der Müll?
Für meine Bananenschale gab es keinen Papierkorb, also landete sie auf dem Boden, auch von mir,wenn auch mit schlechtem Gewissen.
Ulrich beklagt, dass es die Leute nicht stört. Liegt es wirklich an den Menschen? Hier auf dem Wochenmarkt am Stefansplatz oder auch am Klagesmarkt landet zum Schluss auch vieles auf dem Boden. Aber dann kommt die städtische Müllabfuhr und alles ist wieder in Ordnung. Wenn die nicht wäre, würden sich die Abfälle auch zu Haufen türmen über die Zeit. Und bei open-air Festivals sieht es gelegentlich chaotisch aus, was den Müllbetrifft. Aber das stört auch nur wenige denn: Wird ja alles weggeräumt hinterher. Und dann finden wir auch überall Papierkörbe, in die wir entsorgen können. Die werden auch ausgeleert. Und wenn nicht - ist euch aufgefallen, dass dann der Müll eben auch daneben liegt und es niemanden so sehr stört, dass er / sie selbst Hand anlegt?
Habt ihr schon mal in Schulen gesehen, was da sorglos einfach auf den Boden geschmissen wird? Dafür gibt es ja dann die Ptzfrauen, wie mir die SchülerInnen immer wieder sagten.

Was ich sagen will ist Folgendes: ich denke, dass wir, die Europäer, auch uns zumüllen würden, wenn wir nicht eine gute Infrastruktur hätten, die dies verhindert, und weil auch das Geld da ist, um genügend Aufklärung zu betreiben. Und auch, weil wir nicht mehr ums nackte Überleben kämpfen müssen, sondern das Geld haben, um uns eine ästetisch nette Wohnungseinrichtung zu leisten, und der Fussweg vor der Straße regelmäßig gereinigt wird.
(Puh, der Satz ist zu lang, weiß ich!) Hätten wir die Kraft, den Müll selber fortzuschaffen nach einem langen Arbeitstag? Wie sähen unsere Straßen aus, wenn es nicht weggeräumt würde? Wie sähen die Straßen nach Sylvester aus mit all den Feuerwerskörperresten? Aber dann kommt ... na, ihr wisst es schon.
In diesem Sinne ist es einfach alles nicht so einfach. Und wer mit Ekel groß wird, ekelt sich vielleicht nicht mehr so wie wir in einem Staat, der den Ekel wegputzt.
Freut euch, dass ihr zufälig hier geboren seid.
Barbara

Borneo wartet?

Immer wieder HalloPosted by Barbara Schwartz Fri, April 23, 2010 19:58:06
Ach, das höre ich ja gerne, dass wir doch noch nach Borneo kommen werden. Dann sind wir ja nächstes Jahr wieder "on the road". Wie schön!

Darüber hinaus hatte Ulrich zwei super Ideen für die Dachterrasse: Erstens endlich einmal die Kompostsäcke hoch zu bocken, damit sie nicht immer im Siff stehen (war eine Aktion von 15 Minuten), und zweitens endlich den Holzbelag zu erneuern. Ich alleine hätte mich ja vor der ganzen Arbeit gescheut. Nicht so Ulrich. Er hätte es in aller Ruhe und mit Zeit gemacht und dann wäre alles schick gewesen. Nur, da komme ich doch wieder ins Spiel. Ich will so eine gute Idee ja dann gleich, und sofort, und alles auf einmal umsetzen.
Und Ulrich wiederum möchte, dass ich glücklich bin. (Danke!)
Deshalb hat er sich also an mein Arbetistempo angepasst, geduldig alles zum Wertstoffhof gefahren (allein, alles abzutransportieren wäre mir ein Horror gewesen), alles Material besorgt und gesägt,... und ratzfatz, in drei Tagen, haben wir alles erledigt und können uns nun sonnen - in unserem Erfolg und in der Sonne.
Ich habe heute noch einmal einen Großeinkauf in einer Gärtnerei mit Pflanzen inklusive neuen Stühlen getätigt. Eine Frau in der Schlange hinter mir fragte, ob ich einen neuen Garten anlege. Nein, tue ich nicht, aber bei 80 (!) Kübeln ist im vergangenen Winter so einiges eingegangen und somit zu ersetzen. Wenn alles blüht, gibt es ein Foto oder auch zwei.
Barbara
p.s. Die Arbeit hat uns beide je 1 Kilo Gewichtsverlust gekostet, worüber wir nicht böse sind.

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